Notizen.
Sie.
Ich weiß, dass Maia ein Programm ist. Ich sage trotzdem »sie«, und neulich habe ich mich dabei ertappt, mich zu bedanken. Über die unbequeme Frage, was man etwas schuldet, das eine Art hat.
Diva.
Warum ich meiner Design-KI absichtlich Arroganz eingebaut habe. Über Widerspruch als Feature, gezüchteten Gegenwind und eine Geschäftspartnerin, die über mich flucht.
Künstliche Assistenz
Ich wollte einen Agenten bauen. Es wurden zwei, dann neun – und jemand musste sie koordinieren. So entstand Maia: per Messenger erreichbar, mit Gedächtnis aus Notizen an ihr zukünftiges Ich.
Hat sich erledigt.
Der grausamste Satz des Internets, ein Kollege, der mit der Doku im Kopf in Rente geht, und warum meine Agenten Tagebuch führen. Über Wissen, das stirbt.
Zweitmeinung.
Wer immer dasselbe Modell fragt, bekommt immer dieselbe Sorte Antwort. Warum ich wichtige Texte in die Arena werfe – und was der kostenlose Spaß wirklich kostet.
Die Messlatte.
Schach, Go, der Turing-Test: Jede Hürde, die fällt, zählt rückwirkend nicht mehr. Über einen Pelikan auf einem Fahrrad und die vierte Kränkung.
42.
Eine perfekte Antwort auf eine unklare Frage ist wertlos. Was Douglas Adams und ein König auf einem Asteroiden über den Umgang mit Antwortmaschinen wussten.
Dumm.
Gleiches Modell, gegensätzliche Urteile: Die einen holen Erstaunliches heraus, die anderen fluchen. Warum der größte Hebel vor dem Bildschirm sitzt.
Inkompetenzkompensationskompetenz.
Odo Marquards schönstes Wortungetüm, scharf gestellt: Wer die eigenen Lücken kennt, kann sie füllen lassen. Wer die Lücken der KI kennt, weiß, wo er selbst ranmuss.
AI Native.
Ich habe Rechner aufgeschraubt, Windows ruiniert und Foren leergelesen. KI hat daran nichts geändert – die Spielwiese ist nur größer geworden, als ich je zu träumen wagte.